Ich höre mein Handy nicht mehr. Heute morgen hat es geklingelt, ich war unter der Dusche und hab’s verpasst.

Es gab einmal eine Zeit, da hätte ich es gehört. Weil es im Bad mit mir gewesen wäre, gleich neben der Dusche. Heute liegt’s im Bett, oder hängt am Ladegerät.

Warum? Weil ich kaum noch mit Menschen am Telefon rede. Mein Partner, ja, und ab und zu muss ich mal wieder bei einer Firma mit einer 1970-er Einstellung telefonisch irgendwas klären, aber meine Kommunikation ist, wenn nicht in Person, recht asynchron geworden.

Besetzt- und Klingelzeichen werden von grauen und blauen Häkchen abgelöst.

Asynchron ist schön. Ich kann mich um Dinge kümmern, wenn ich Zeit in der Pipeline habe. “Order of precendence and importance”, genau wir das Hirn intern auch arbeitet.

Natürlich werden auch die Signale anders interpretiert. Als Kind der pre-Handy Zeit war mein sozialer Hinweis auf meine Wertigkeit in der Frequenz der Anrufe oder ob sich die Person am anderen Ende von der Mutter oder dem Bruder verleugnen ließ. Heute ist es die Frage ob der Haken via Einstellung grau bleibt (das sind die, die damals den Bruder dran gehen ließen), oder blau wird und dann kommt nix (rufen nicht auch mal an, oder nehmen das Telefon nach Rufnummernüberprüfung einfach nicht ab).

Meine Gewöhnung an die Asynchrinität meiner Kommunikation hat mich zu dem gemacht, was ich als Jugendlicher gehasst hatte: das Arschloch, das nicht abnimmt. Gleichfalls werde ich heute in ganz neue mentale Müllkippen geschleudert, wenn Freunde und Bekannte auf den Chat-Netzwerken (Messenger, WhatsApp, Signal, etc.) “U-Booten”, also abtauchen und nicht reagieren um später mal schnell aufzutauchen wenn sie etwas brauchen. Oder “Ghosten”, und gar nicht mehr reagieren.

Das blaue Häkchen ist nicht der Terror, auch wenn es das in den Medien gerade gerne so genannt wird. Asynchronität hat seine Vorteile, man muss ja nicht mehr sofort antworten, und kaum Einer erwartet das. Der Terror kommt heute in der Form einer impliziten Wertung durch die vergangene Zeit zwischen Häkchen und Antwort, oder der expliziten Wertung des mechanisch bedingten grauen Hakens.

[de] Liebe ist kein Konzept

Die Locks of Love sind fast überall. Selbst im verschlafenen Bamberg in Bayern hat man sie an die Brücke gehängt. Die Meisten ignorieren sie, ein paar beschweren sich über Baustatik, einige Weitere hängen ihre eignen an, und dann gibt es die, die sich über das “Symbol” der Schlösser aufregen.

(( » Read more... ))

[de] Eine neue Tracer-Farbe für Neuromappingneurosciencenews.co...

Bisher mussten wir uns zwischen Kalzium-basierten Farben, welche schön im Bild geleuchtet haben, und Volt-Farben, welche akkuratere Bilder ergaben, entscheiden. Es scheint, dass die neuen JULBD6 beides können… wenn sich das bestätitigt, wäre das ein echter Gewinn für Neuroimaging.

[de] Deep Learning + Apple Watch == Preventioncirc.ahajournals.or...

Eine unglaubliche Sache, wenn es repliziert werden kann. Die Einsatzmöglichkeiten, wenn eine zentrale Stelle mit Deep Learning Capabilities und HIPPA Zertifizierung sich der Datensammlung annimmt, sind immens.

Introduction: We aimed to evaluate whether a novel deep neural network (DNN) can predict cardiovascular risk factors from off-the-shelf wearables with a photoplethysmographic (PPG) heart rate sensor and accelerometer. Longitudinal heart rate variability and activity patterns have previously been associated with incident hypertension, diabetes, and sleep apnea, conditions which are frequently undiagnosed.

[de] Warum DIY EEG?

Bei all dem EEG Gebastle stellt sich natürlich die Frage, warum man das eigentlich machen will.

Die einfache Antwort ist, dass es Spaß macht. Man lern von Allem etwas: 3D Drucken, wie man Platinen lötet, wie man Arduinos programmiert, was OSC ist, und dann auf der Rechner-Seite ein bisschen Research Statistics und andere tolle Dinge.

(( » Read more... ))

So begeistert war ich seit dem iPhone 4 nicht mehr. 10 Jahre Android und iPhone, größtenteils inkrementelle Updates, immer irgendwas Nettes, das nach ein paar Stunden halt zum Normalfall wird.

Nicht heute. Heute bin ich ziemlich begeistert. Die Kamera ist absolut umwerfend, die neue Benutzerführung ist gewöhnungsbedurftig aber macht durchaus Sinn, und das Handy hat endlich die perfekte Bildschirm- und Gerätegröße für mich.

Der “Notch”? Nach einer Stunde bemerke ich den nicht mehr, selbst bei YouTube Videos oder Games. Das Ding ist schon kleiner als das iPhone 7/8 Plus, aber nicht zu klein. Der neue Formfaktor 19.5:9 ist nicht halb so störend als ich gedacht hätte, und die Bugs der nicht angepassten Apps werden im Halbstundentakt von Entwicklern ausgebessert (Apple’s App-Reviewer müssen gerade Überstunden machen, denke ich).

Ich hab’ einfach kein Glück. Eigentlich wollte ich heute ein weißes iPhone X mit 256GB bestellen. War auch um 8:59 ganz brav am Computer. Bis 9:12 wurde mir die “Bitte haben Sie etwas Geduld” angezeigt. Freunde hatten da schon ihr X, ich hatte immer noch den Server mit der Maintenance Notice.

Endlich komme ich durch. Die weißen 256 sind weg. Die schwarzen auch. Weiße 64? Fehlanzeige, in ganz DE ausverkauft. Schwarze 64? Noch eins. Immerhin in meiner Wahlfiliale. Außenrum und anderswo? Weg.

Das ist die Wiederholung des iPhone 7+ Debakels, und die des 6+. Irgendwie schaffe ich es immer, auf den einen Bestellserver zu kommen, der als Letzter wieder online geht. Mit VPN bin ich zwischenzeitlich auf einen Neuen gekommen, der aber beim Bestellvorgang zusammengebrochen ist.

Naja, hab’ ich halt ein 64er… Bisschen besserer Bilderhaushalt, und das klappt schon. Wollte für 2018 sowieso von iCloud auf Adobe CC und Google Photos umsteigen.

  • « Newer
  • 1
  • 2
  • 3
  • Older »