Mit hat das Bloggen eigentlich immer Spaß gemacht. Schon damals, 1999, mit einer ganz schlecht gemachten index.htm und .txt Dateien. Bloggen war auch immer etwas persönliches für mich. Mehr Herz als Hirn, obwohl ich viel über das Hirn schreibe.

Nach den .txt Dateien kam Greymatter, welches auch noch eine semi-statische Seite erstellte, dann Movable Type (dito), und dann WordPress. WordPress ist grossartig. Man kann damit so ziemlich alles machen und alles darstellen, auch ein Blog wie ich es gerne habe.

Heute sind Blogs anders. Masonry-Grids (Marke Pinterest) und Longform. Weniger persönlich. Mehr Soapbox. Weniger “mein Leben”, mehr “alles scheiße” oder “wir sind nicht scheiße”. Blogs sind wichtig, Blogs sind News, Information, Bildung, und Unterhaltung.

Aber ich wollte kein Blog. Ich wollte ein Hjarta, einen offenen Kamin. Ich wollte weiterhin einfach nur Sachen irgendwo hin schmeissen und wenn’s keiner liesst, dann ist’s auch gut. Alles sollte schon auf einer Seite sein, mit Links, Bildern, Videos, kurzen und auch langen Texten. So wie’s zuhause am Kamin zu geht, ein Strom der Gedanken, keine organisierte, sortierte, kompartmentalisierte, Angelegenheit.

WordPress wäre prima dafür. Aber auch Overkill. Stattdessen läuft dieses Hjarta auf Jekyll, welches wieder die alte Idee der statischen Seite aus dynamischen Daten aufgreift. Ich verbrachte einen Nachmittag alles so zu gestalten, wie ich das wollte, und seitdem schreibe ich einfach wieder nur. Nicht mehr online, ganz “altmodisch” (ca. 2005) offline, in einem Texteditor. Und Jekyll, ein paar Scripte, und ein bisschen Magie machen daraus eine brauchbare Seite.

Wenn ich einen Link sehe, den ich teilen will, dann sind das vier Tasten (⌘+Space für Alfred, cl) um einen Vorlage zu erstellen, diese zu öffnen, und eine Beschreibung einzugeben. Dann noch einmal speichern und Sekunden später ist auch das auf der Seite.