Auf Twitter diskutiert man, ob man einem Mörder nach seinem versuchten Suizid auch wirklich Hilfe leisten kann.

Sedare Dolorem Opus Divinum Est, das Lindern des Schmerzes ist die höchste aller Berufungen. Ich bin Mediziner, kein Richter, kein Kläger, kein Priester. Ich richte nicht, ich vollziehe mein Handwerk Jedem gegenüber auf die gleiche Art: mit Genauigkeit, Menschlichkeit, und Verständnis.

Die schlüpfrige Rutschbahn runter, "den mag ich nicht, den heile ich nicht" will ich nicht gehen. Ich habe nicht "allen, außer denen, die ich nicht mag oder die mich moralisch ankotzen" gesagt, ich habe damals "allen Menschen, zum Besten meines Könnens" geschworen. Das gilt. Wer das nicht kann, der kann Richter werden. Das bin ich ganz bewusst nicht geworden.

Sehr viel wichtiger ist hier die fehlende Diskussion über die psychologische Gesundheit der Helfer und Heiler. Da müssen wir in DE viel mehr machen, den Polizisten, Rettern, und dem KH Personal schnell helfen. Wenn ich mich an einer Nadel steche dann bekomme ich auch PEP... weil wir wissen, dass "HIV vs. Immunsystem" kein fairer Kampf ist, und dass das nichts mit Stärke zu tun hat. Aber aus irgend einem Grund verbinden wir Psyche immer noch mit Stärke, was Bullshit ist.

Zwischendurch arbeite ich an der Engine für das Diary im Wiki. Ganz entgegen meiner Gewohnheiten schreibe ich das Script in Python, weil ich mich immer noch nicht so ganz mit vimscript auskenne und vimpy soweit nicht schlecht ist.